Auwald - Kontrast-ReichDiaschau

Hart und schutzwürdig
Der artenreiche Hartholzauenwald mit Eichen und Eschen ist die natürliche Vegetation auf den höheren Flächen einer Flussaue. Er wird nur etwa alle zehn Jahre überflutet. Der Auwald im Süden der Kämpe ist der bedeutendste Bestand in Nordrhein-Westfalen!
Die gute Nährstoffversorgung zeigt sich im üppigen Wachstum von Holunder und Kletterpflanzen wie Efeu. In Teilbereichen wurden Pappeln aufgeforstet, die langfristig wieder durch die typischen Baumarten ersetzt werden sollen.
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Weich und widerstandsfähig
Zum Rheinufer hin schließt sich die Weichholzaue mit Silberweiden und Strauchweiden an. Diese Zone ist häufiger und länger vom Hochwasser überströmt. Durch ihre biegsamen Zweige und ihr schnellwüchsiges weiches Holz sind die Weiden diesen Belastungen "gewachsen". Auf der Grenze der beiden Auenwaldzonen führt ein Wanderweg durch eine alte Hainbuchenallee. Die Baumreihen wurden gepflanzt, um den Eichen-Eschenwald und Haus Bürgel bei Winterhochwasser vor treibenden Eisschollen zu schützen.

Jahreszeiten im Auenwald
Im Frühling schmücken gelbe Teppiche aus blühendem Scharbockskraut den Waldboden. Ab Mai verströmt der Bärlauch seinen kräftigen Knoblauchgeruch. Der melodische Gesang des seltenen Pirols ist im Mai und Juni zu hören. Dann brütet er oben in den Baumwipfeln und ist trotz seines gelben Gefieders nur schwer zu entdecken. Die duftenden rosa Blüten des Drüsigen Springkrauts begleiten die Wege von Juni bis Oktober. Wie große grüne Nester wirken die Misteln im winterlich kahlen Geäst der Pappeln.

Lianen im Rheinland
Wie im Dschungel wachsen am Rand des Auwaldes die Lianen an Stämmen und Zweigen zum Licht empor! Das ist typisch für einen echten Auenwald. Efeu, Hopfen und Waldrebe gedeihen gut auf dem feuchten und nährstoffreichen Auenboden.

Wilder Hopfen
Der Kulturhopfen ist als Bierwürze bekannt. Im Auwald kommt sein "wilder Bruder" vor. Jedes Jahr wachsen die rauen Stängel von neuem aus dem Wurzelstock heraus und winden sich immer rechtsherum bis zu sechs Meter an ihrer Trägerpflanze in die Höhe.

Gemeine Waldrebe
Genau andersherum dreht sich die Waldrebe beim Klettern und hält sich zusätzlich mit ihren Blattstielen fest. Ihre dicken verholzenden Stängel sehen besonders urig aus. Die "kultivierten Schwestern" der Clematis blühen in manchen Gärten.
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